MODUL: VOGELBRUT DIGITAL

Willkommen im Vogelbrut Digital-Modul

In diesem Modul erhalten Sie Einblicke in die Nistplätze heimischer Vogelarten und erfahren, wie Sie diese aktiv unterstützen können.

Vorgestellt werden verschiedene Nesttypen, wie sie in Wäldern und Gärten gebaut werden. Dabei wird auch die ökologische Bedeutung verlassener Nester als Unterschlupf für andere Tierarten erläutert.

Sie verfolgen zudem den Brutverlauf einer Tannenmeise in einem Nistkasten und erhalten über Horst- und Nistkastenkameras authentische Einblicke in das Brutverhalten verschiedener Arten.

Testen Sie Ihr Wissen interaktiv, indem Sie Tiere ihren typischen Nist- und Schlafplätzen zuordnen.

Abschließend finden Sie eine Anleitung zum Bau eines eigenen Nistkastens sowie Tipps für einen insektenfreundlichen Garten, damit Vögel im Frühling ausreichend Futter finden. Auch die Frage, ob zusätzliches Vogelfutter sinnvoll ist, wird im Modul behandelt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und interessante Einblicke!

Vogelnester

In der Natur hat jede Vogelart ihren eigenen Nestbaustil.

Einige Vögel bauen ihre Nester vollständig selbst, andere nutzen vorhandene Strukturen wie Baumhöhlen oder Felsspalten. Es gibt Arten, die Höhlen in Bäume zimmern, während andere mit Materialien wie Moos, Lehm oder kleinen Zweigen kunstvolle Nester errichten. Manche brüten direkt am Boden, andere wählen hohe Bäume und bauen ihre Nester in über 30 Metern Höhe.

Die Wahl des Nistplatzes hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Größe des Vogels, seinen Feinden, dem Klima und dem Nahrungsangebot in der Umgebung.

Brutverlauf

Hier können Sie den Brutverlauf einer Tannenmeise verfolgen, die im Frühjahr 2025 im Nistkasten im Tiergarten ihre Jungen aufgezogen hat. Doch nicht nur die Tannenmeise besuchte diesen Nistkasten.

Klicken Sie auf die Bilder und blicken Sie in die einzelnen Abschnitte eines Brutverlaufs: Balzverhalten und Nistplatzwahl, Nestbau, Brutphase sowie Nestlings- und Ästlingsphase.

Balzverhalten und Nistplatzwahl

Schon im März sucht die Tannenmeise (Periparus ater) einen Partner. Das Männchen singt laut und fröhlich, um einem Weibchen zu gefallen. Dieses Verhalten nennt man Balz – damit versuchen die Vögel, einen Partner zu beeindrucken und zu zeigen, dass sie gut zusammenpassen. Wenn sich zwei gut verstehen, bleiben sie zusammen – oft sogar ihr ganzes Leben lang.

Gemeinsam suchen sie einen sicheren Platz für ihr Nest. Tannenmeisen bauen ihr Nest in Höhlen, zum Beispiel in Baumlöchern. Manchmal nutzen sie auch Felsspalten, alte Mäuselöcher, Wurzelstöcke oder einen Nistkasten, den Menschen aufgehängt haben.

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Nestbau

Das Nest baut das Weibchen ganz allein. Es sammelt Moos, Tierhaare, weiche Wolle und Federn. Damit macht es das Nest schön warm und gemütlich für die Eier und später für die Küken.

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Brutphase

Die Tannenmeise beginnt ab Ende März mit der Eiablage und legt die Eier nacheinander ins Nest. Während der Eiablage verlässt sie das Nest noch regelmäßig. Mit Beginn der Brut wartet sie, bis das Gelege vollständig ist. Danach verlässt sie das Nest nur noch für kurze Intervalle.

In der Regel zieht die Art ein bis zwei Jahresbruten auf, mit jeweils fünf bis zwölf Eiern. Die Brutdauer beträgt etwa 13 bis 16 Tage.

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Nestlings- und Ästlingsphase

Nach der Brutzeit schlüpfen die Jungvögel nacheinander. Bereits kurz nach dem Schlüpfen werden die Nestlinge von beiden Eltern gefüttert. Die Nestlingszeit beträgt 18–22 Tage. Während dieser Zeit erhalten die Jungvögel vor allem kleine Insekten und Spinnen. Die Eltern fliegen etwa 20- bis 56-mal pro Stunde mit Futter zum Nest. Die Beute ist an das Entwicklungsstadium der Nestlinge angepasst: Anfangs werden kleine Maden und Raupen gefüttert, mit zunehmendem Wachstum der Jungvögel steigt sowohl die Größe als auch der Energiegehalt der Beute.

Nach dem Verlassen des Nestes (Mai–Juni) verbringen sie als Ästlinge eine kurze Zeit in der Umgebung, in der sie flugunfähig oder flugschwach sind, aber weiter von den Eltern gefüttert werden.

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Nistkastenbau

Nun können Sie selbst aktiv werden. Klicken Sie auf die abgebildeten Nistkästen, um zur jeweiligen Bauanleitung zu gelangen.

Viel Freude beim Bauen und Ausprobieren! Bei Fragen können Sie uns gerne unter kontakt@natur-digital-begreifen.de kontaktieren.

Höhlenbrüter-Nistkasten

Halbhöhlenbrüter-Nistkasten

Waldkauz-Kasten

Baumläufer-Nistkasten

Quellen:

Texte:

BFN (https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/zum-lesen/pflanzen/baumhoehlen.html)

Bund (https://neustadt-aisch.bund-naturschutz.de/projekte/gebaeudebrueter-und-bewohnern/schwalben)

Deutsche Wildtier Stiftung (https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/artikel/greifvoegel-im-blick)

LBV (https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/nistkaesten/warum-nistkaesten-so-wichtig-sind/)

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Tannenmeise)

Avi Fauna (https://www.avi-fauna.info/sperlingsvoegel/meisen/tannenmeise/)

Gartencheck (https://gartencheck.ch/tannenmeise-alles-ueber-die-tannenmeise/)

 

Fotos:

Zaunkönig:

http://www.nabu-gross-zimmern.de/naturdesjahres/vogel/zaunkoenig/zaunkoenig.htm 

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Kleiber:

Maxi Scheerer

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Marc Scharping (Nabu Medienbibliothek)

Baumhöhle:

Cynthia Harnischmacher

Wildtierkamera

Horst:

Wildtierkamera

Mehlschwalbe:

Wildtierkamera

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Nistkasten:

Cynthia Harnischmacher

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Wildtierkamera

Spiel:

Kleiber – Heike Müller

Mäusebussard - Frank Derer (Nabu Medienbibliothek)

Habicht - Klemens Karkow (Nabu Medienbibliothek)

Grünspecht - Mathias Schäf (Nabu Medienbibliothek)

Blaumeise - Dr. Christoph Moning (Nabu Medienbibliothek)

Mehlschwalbe - Dr. Christoph Moning (Nabu Medienbibliothek)

Eichhörnchen - Mathias Schäf (Nabu Medienbibliothek)

Rotmilan - Olaf Titko (Nabu Medienbibliothek)

Braunes Langohr - Eckhard Grimmberger (Nabu Medienbibliothek)

Mittelspecht - Frank Derer (Nabu Medienbibliothek)

Schwarzspecht - Frank Derer (Nabu Medienbibliothek)

Kohlmeise – Frank Derer (Nabu Medienbibliothek)

Kohlmeise – Heike Müller

Nistkastenbau:

Cynthia Harnischmacher