MODUL: LEBENDIGES TOTHOLZ

Willkommen im Modul „Lebendiges Totholz“

In diesem Modul entdecken Sie, warum abgestorbene Bäume eine wichtige Funktion im Wald übernehmen. Erfahren Sie, wie Totholz zahlreichen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten Nahrung, Schutz und Lebensraum bietet und weshalb es für den natürlichen Kreislauf des Waldes unverzichtbar ist.

Erleben Sie außerdem das „geheime Konzert im Totholz“: Mithilfe eines empfindlichen Mikrofons werden die verborgenen Aktivitäten im Inneren eines abgestorbenen Stammes hörbar.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und interessante Einblicke!

Das geheime Konzert im Totholz

Entdecken Sie die verborgene Welt im Inneren eines abgestorbenen Baumes. Obwohl Totholz äußerlich still erscheint, sind darin zahlreiche Lebewesen aktiv. Mit empfindlichen Mikrofonen oder speziellen Baumstethoskopen können die Geräusche dieser unsichtbaren Bewohner hörbar gemacht werden.

Zu hören sind häufig feines Kratzen, leises Knabbern, rhythmisches Schaben, kleine Knackgeräusche und Rascheln im Holz. Diese Geräusche entstehen vor allem durch Insektenlarven, die sich durch das Holz bewegen und Fraßgänge anlegen.

Audio im Totholz

Audio im Laubstreu

Zu den wichtigsten „Musikern des Totholzes“ gehören verschiedene Käfer- und Wespenarten:

Prachtkäferlarven entwickeln sich häufig unter der Rinde und hinterlassen charakteristische Fraßgänge.

Borkenkäferlarven leben in den Schichten unter der Rinde und nutzen diese als Nahrungsquelle.

Bockkäferlarven leben oft mehrere Jahre im Holz und erzeugen durch ihre kräftigen Mundwerkzeuge deutlich hörbare Knabbergeräusche.

Holzwespenlarven bohren sich langsam durch das Holz und tragen zum natürlichen Abbau des Materials bei.

Quellen:

  • Alpenbock - Frank Derer
  • Blütenprachtkäfer - Andreas Hurtig
  • Borkenkäfer - Helge May